„Das kommt mir nicht in die Tüte“! Bisphenol A in Kochbeutelreis

Diese scheinbar unschuldigen Beutelchen können unserer Gesundheit erheblichen Schaden zufügen.

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Ja, wir geben es zu: Bis jetzt haben wir Reis und andere lose Waren in Plastiksäckchen eingekauft. Das spart Zeit – schließlich muss man nichts mehr abmessen – und erleichtert das Abtropfen nach dem Kochen. Unglücklicherweise enthalten diese Plastiktütchen, gegen die Umweltschützer im Übrigen bereits seit Jahren kämpfen, das für die Gesundheit gefährliche Bisphenol A (BPA), eine chemische Verbindung, die für die Herstellung von Kunststoffen verwendet wird. Während des Kochens wird es diese Wasser abgegeben, gelangt in die Nahrung und somit in unsere Körper.

Doch was ist, wenn wir Bisphenol A jahrelang aufnehmen, nicht nur durch Kochbeutelreis, sondern auch auf anderen Wegen? Im Alltag ist der Kontakt mit der chemischen Verbindung nahezu unvermeidbar: Sie steckt in Kunststoffkisten, in denen wir Lebensmittel aufbewahren, in Flaschen, aus denen wir Wasser trinken, in Lebensmittelverpackungen, die wir täglich kaufen, aber auch in Spielzeug, Dosen, Folie und sogar Ausdrucken von Geldautomaten und Kassenbons! „Wenn du kein BPA in deinem Körper hast, lebst du nicht in der modernen Welt“, hieß es erst kürzlich im TIME-Magazin, was in übersteigerter Weise zum Ausdruck bringt, dass wir dieser Verbindung fast ununterbrochen ausgesetzt sind.

Doch welche Folgen kann das haben? Die Liste der mit BPA verbundenen Risiken ist lang: Ausgehend von Schäden im endokrinen System, einschließlich beeinträchtigter Fruchtbarkeit und einem erhöhten Risiko für neoplastische Erkrankungen sind die Auswirkungen des Kontakts mit Bisphenol A erst nach vielen Jahren spürbar. Daher ist es am sichersten, den Kontakt mit allen Plastikobjekten in unserem Leben zu begrenzen – einschließlich Kochbeutelreis.

Text: medicalpress.de