Leidenszeit für Millionen Pollenallergiker hat begonnen

Pollenallergiker dürften sich über die relativ lange kalte Winterzeit gefreut haben. Doch mit steigenden Temperaturen nimmt der Gehalt an Pollen in der Luft wieder zu. Damit beginnt für Millionen Heuschnupfengeplagte die alljährliche Leidenszeit. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) leidet allein hierzulande jeder Fünfte unter einer Blütenstauballergie, saisonale allergische Rhinitis bzw. Pollinose genannt. Ausgelöst wird sie durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern, aktuell von Hasel und Erle, bald dann von Birke und Esche, Weide oder auch Pappel.

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Bei Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, ist es wie bei allen Allergien: Ihr Körper reagiert auf eigentlich harmlose, körperfremde Stoffe, sogenannte Allergene – in diesem Fall Pollen – abwehrend. Obwohl kein Krankheitserreger vorliegt, zeigt das Immunsystem eine Abwehrreaktion. Die Folge: tränende, juckende und brennende Augen, Fließschnupfen oder verstopfte Nase, starker Niesreiz, Atemnot bis hin zu Asthma. „All das schränkt die Lebensqualität Betroffener vor allem zwischen März und Juli erheblich ein“, sagt Horst Gentner vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Heidenheim. Regentage sind in diesen Wochen eine Wohltat für Heuschnupfengeplagte, denn dann ist die Luftbelastung durch Pollen nicht so hoch.
„Heuschnupfen ist keine Frage des Alters. Jeder kann eine Allergie gegen bestimmte Pollen entwickeln“, erläutert Gentner. Entscheidend ist, dass ein Facharzt für Allergologie die Auslöser der Blütenstauballergie mittels diagnostischer Verfahren wie Pricktest und Blutuntersuchung herausfindet. Danach kann eine Behandlung mit verschriebenen Medikamenten wie Antihistaminika erfolgen, die die Beschwerden lindern.
In etlichen Fällen bietet sich die sogenannte Hyposensibilisierung an, eine allergenspezifische Immuntherapie. Hierbei wird den Patienten der allergieauslösende Stoff in steigender Dosis in Abständen verabreicht, bis das Immunsystem nicht mehr auf die Allergene reagiert. Die Kosten hierfür übernehmen – bis auf die gesetzliche Zuzahlung – die Krankenkassen.


Tipp: Hilfreich für Betroffene ist die Pollenvorhersage der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst unter www.pollenstiftung.de/pollenvorhersage.

Quelle: Pressemitteilung der KKH