Sport beugt Entzündungen vor

Sport ist Mord: Obwohl Winston Churchill mit dieser Einstellung das hohe Lebensalter von 91 Jahren erreichte, so beweisen neueste Studien wieder einmal, dass sich regelmäßige körperliche Aktivität lohnt: Bereits eine Trainingseinheit von 20 Minuten bei mäßiger Intensität hält Entzündungen in Schach, wie eine Studie der University of California erneut bestätigt.

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Move on!
Bereits seit längerem ist bekannt, dass Bewegungsmangel und Übergewicht chronische Entzündungsprozesse fördern können. Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes oder auch Krebs können infolge chronischer Entzündungsprozesse entstehen. Ein aktiver Lebensstil und körperliche Fitness hingegen können vorbeugend wirken. „Jedes Mal, wenn wir Gymnastikübungen machen, tun wir unserem Körper auf vielen Ebenen etwas Gutes“, ist Dr. Suzy Hong von der School of Medicine der University of California überzeugt. Die entzündungshemmenden Auswirkungen der Sporteinheiten sind den Forschern bereits bekannt – die Entdeckung der Mechanismen, die diesen Prozess einleiten, bietet nun jedoch eine Möglichkeit, diese Vorteile zu maximieren.
 
Bewegung für das Gehirn
Während wir uns körperlich betätigen, wird nicht nur unser Gehirn aktiviert, sondern auch das sympathische Nervensystem, welches vorwiegend Körperfunktionen innerviert, die den Körper in erhöhte Leistungsbereitschaft versetzen und den Abbau von Energiereserven zur Folge haben. In derselben Zeit werden Hormone wie Epinephrin und Norepinephrin über den Blutstrom freigegeben, die die adrenergene Rezeptoren der Immunzellen stimulieren.
Bereits eine Trainingseinheit von 20 Minuten ist ausreichend, um Entzündungen vorzubeugen und eine 5%ige Abnahme der Immunzellen, die für den TNF (proinflammatorischen Tumornekrosefaktor ) verantwortlich sind, zu erzeugen. Der Tumornekrosefaktor ist ein Signalstoff des Immunsystems, welcher Entzündungsprozesse auslösen kann, infolge derer es zu Autoimmunreaktionen wie z. B. Rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn oder Asthma bronchiale kommen kann.
 
Auch moderate Bewegung gesund
Im Rahmen der Untersuchung trainierten 47 Probanden auf dem Laufband. Dabei wurde das Tempo individuell unter Berücksichtigung der jeweiligen körperlichen Fitness angepasst. Unmittelbar vor und nach dem Training wurden die Studienteilnehmer einem Bluttest unterzogen. „Unsere Studie hat gezeigt, dass die Übungen nicht intensiv sein müssen, um von der entzündungshemmenden Wirkung zu profitieren“, so Dr. Hong.
 
 
Text: medicalpress.de