Süß und saftig

Wassermelonen zählen zu den Sommer-Hits

© M.Dörr & M.Frommherz - Fotolia


60 Kilogramm frisches Obst verzehrt jeder Deutsche jährlich, so der Deutsche Bauernverband. Hinzu kommen 45 Kilo in verarbeiteter Form wie Kirschen im Glas oder Apfelsaft. Steigen die Temperaturen, wächst die Lust auf saftige Sorten. Hierbei stehen Wassermelonen auf der Beliebtheitsskala ganz oben. „Aus botanischer Sicht zählen Wassermelonen - wie auch Gurken - zur Familie der Kürbisgewächse“, erläutert Peter Benninger vom KKH-Serviceteam in Neustadt. „Daher sind sie streng genommen Fruchtgemüse und kein Obst.“ Wie der Name verrät, besteht das kugelige Fruchtgemüse mit der dicken grünen Schale zu rund 95 Prozent und damit überwiegend aus Wasser. Daher ist es ein perfekter Durstlöscher, der hilft, den täglichen Flüssigkeitsbedarf von mindestens eineinhalb Litern - im Sommer besser zwei Litern - zu decken. Wassermelonen halten zudem Heißhunger im Zaum, da sie durch ihren hohen Wassergehalt gut sättigen.

Schon die alten Ägypter ließen sich vor mehr als 3.000 Jahren die aus Afrika stammende Nutzpflanze an heißen Tagen schmecken. Heute wird sie vor allem in China, der Türkei, USA, im Iran, in Brasilien und Spanien angebaut. Was Figurbewusste freuen dürfte: Wassermelonen haben fast keine Kalorien, lediglich 38 kcal pro 100 Gramm. Wer allerdings meint, sie hätten außer Wasser für unsere Gesundheit nicht viel zu bieten, der irrt. Die Exoten sind reich an gesunden Inhaltstoffen, allen voran an Vitamin A und C sowie den Mineralstoffen Kalium, Phosphat, Magnesium und Calcium. Nennenswert ist auch der rote Farbstoff Lycopin, ein Antioxidans, das helfen kann, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen vorzubeugen. Und die enthaltenen Faserstoffe wirken verdauungsfördernd.

In Deutschland haben Wassermelonen zwischen Mai und September Hochsaison. Roh schmeckt der Schlankmacher süß, frisch und fruchtig. Aber auch für sommerliche Party-Buffets zubereitet macht sich das fruchtige Gemüse gut - ob als Kaltschale, Salat, Limonade, auf Obstspießchen oder in einer Sommer-Bowle.

Mitunter ist an Marktständen oder im Supermarkt zu beobachten, dass Kunden ihr Ohr an die dicke Schale einer Melone halten, daran klopfen und horchen. „Ein guter Trick, um ihre Reife zu prüfen“, erklärt Peter Benninger. „Ertönt es dabei satt und dumpf, ist die Melone reif, klingt sie hingegen hohl und metallisch, eignet sie sich noch nicht zum Verzehr.“

Wassermelonen sollten möglichst rasch verzehrt werden, lassen sich jedoch angeschnitten in Klarsichtfolie gewickelt im Kühlschrank auch zwei, drei Tage aufbewahren.

 

Quelle: KKH