Zum Tag der gesunden Ernährung: Veggie schützt die Gesundheit

Immer mehr Verbraucher fragen sich, wie sie aktiv zum Schutz ihrer Gesundheit beitragen können. Zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März informiert der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) über den Zusammenhang von Gesundheit und Ernährung und stellt die Vorteile einer ausgewogenen, pflanzenbetonten Lebensweise vor.

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Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck – viele der sogenannten Zivilisationskrankheiten lassen sich auf unsere Ernährung zurückführen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) stagniert der
jährliche Fleischverbrauch in Deutschland seit einiger Zeit bei circa 60 Kilogramm pro Kopf und ist damit nach wie vor zu hoch (1). "Vollwertige, pflanzliche Mahlzeiten sind unverzichtbar für unsere Gesundheit. Wer sich und seinem Körper etwas Gutes tun möchte, steigt auf eine vegetarisch-vegane Ernährung um. Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreideprodukte sollten den größten Anteil des Speiseplans einnehmen", sagt Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführung.

Aktuelle Studien bestätigen Gesundheitsvorteile
Das Robert Koch-Institut wies erst kürzlich auf den Zusammenhang zwischen einem hohen Konsum tierischer Produkte, vor allem von rotem Fleisch, und einem höheren Sterblichkeitsrisiko hin (2). Gleichzeitig betonte es die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung. Laut dem Institut für
alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) sind vegane Fleischalternativen ernährungsphysiologisch günstiger als Fleisch und Wurst aus Tieren, denn sie liefern hochwertiges pflanzliches Protein, enthalten weniger Fett und sind praktisch frei von Cholesterol (3). Bereits 2015 warnte die WHO vor dem Krebsrisiko
durch den Verzehr hochverarbeiteter Wurstwaren. Eine Reduktion von Fleisch bei gleichzeitig höherem Obst- und Gemüsekonsum könne das Risiko entscheidend minimieren und positive Effekte auf die Symptome einer Erkrankung haben.

Krankenkassen empfehlen Reduzierung des Fleischkonsums
Die TK-Studie zur Ernährung 2017 stellt fest, dass 94 Prozent der Teilnehmer, die angeben, bei schlechter Gesundheit zu sein, viel Fleisch essen. Bei denjenigen, die mit ihrer Gesundheit mindestens zufrieden sind, liegt der Anteil nur bei 83 Prozent (4). "Allein in Deutschland werden jährlich 70 Milliarden Euro für die
Behandlung von ernährungsmitbedingten Krankheiten ausgegeben. Viele dieser Kosten könnten durch eine gesündere Ernährung der Bevölkerung eingespart werden", erklärt Joy. Die größte US-amerikanische Krankenkasse Kaiser Permanente rät ihren Versicherten bereits seit Jahren zu einer veganen Ernährung. "Diese Empfehlungen kommen mittlerweile auch in Europa an: Immer mehr deutsche Krankenkassen informieren ihre Versicherten über die Vorteile der pflanzlichen Lebensweise", so Joy. Der 'Leitfaden Prävention' des GKV Spitzenverbandes stellte Ende 2015 klar, dass sich gesetzlich Versicherte Präventivmaßnahmen zur pflanzlichen Ernährung bezuschussen lassen können. Die Krankenkasse BKK ProVita hatte sich gemeinsam mit dem VEBU um diese Klarstellung bemüht.

VegMed: Der Kongress zu Medizin und pflanzlicher Ernährung
Immer mehr Ärzte und Ernährungsberater erkennen die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung. Auf dem in Europa einzigartigen Fachkongress zu Medizin und vegetarisch-veganer Ernährung VegMed können sich Ärzte, Studierende, Ernährungswissenschaftler und weitere Vertreter aus dem medizinischen Bereich weiterbilden, vernetzen und untereinander austauschen. Ziel ist die wissenschaftliche Etablierung einer pflanzenbetonten Ernährung in Medizin und Gesellschaft. VegMed ist ein gemeinsames Projekt des VEBU und der Charité Hochschulambulanz für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin. Der Kongress findet vom 20. bis 22. April 2018 bereits zum fünften Mal statt.


(1) Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Presseinformation, Ergebnisse
 des 13. DGE-Er¬nähr¬ungs¬be¬richts, 2017: https://www.dge.de/presse/pm/trends-im-lebensmittelverbrauch/
(2) Robert Koch Institut, Verbreitung der vegetarischen Ernährungsweise in Deutschland, Journal of Health Monitoring, 2016: http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_2...
(3) Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE), Ernährungsphysiologische Bewertung von konventionell und ökologisch erzeugten vegetarischen und veganen Fleisch- und Wurstalternativen, 2017: https://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/fleischalternativenstudie.pdf
(4) Techniker Krankenkasse, Iss was, Deutschland, Studie zur Ernährung, 2017: https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/934342/Datei/61408/TK-Ern%C3%A4hrungsstudie%202017%2...


Quelle: VEBU (Vegetarierbund Deutschland e.V.)