Auch in Therapieberufen wird Vernetzung immer wichtiger

Beschäftigte im deutschen Gesundheitswesen vor neuen Herausforderungen

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Der Anstieg der Lebenserwartung, die Zunahme chronischer Erkrankungen und vor allem der technische und medizinische Fortschritt bilden neue Herausforderungen im Gesundheitssystem. Eine Konsequenz dieser Entwicklungen: Therapeutische und pflegerische Berufe müssen viel intensiver zusammenarbeiten als bisher, die Koordination und Vernetzung untereinander wird immer wichtiger. Auch die Ausbildung in diesen Berufsfeldern muss sich den neuen Gegebenheiten stellen.

Die Hamburger Fernhochschule (HFH) etwa, eine der größten privaten Hochschulen Deutschlands, trägt dieser Entwicklung Rechnung. Zum 1. Januar benennt die staatlich anerkannte Hochschule den Bachelorstudiengang Health Care Studies - vorbehaltlich der erfolgreichen Reakkreditierung - in Therapie- und Pflegewissenschaften um. Der Studiengang soll den Weg hin zu einer intensiveren interdisziplinären Zusammenarbeit im Gesundheitswesen ebnen, auch die Inhalte werden entsprechend angepasst und aktualisiert. Das Bachelorstudium verknüpft Wissenschaft und Praxis und bietet berufsfeldübergreifende Qualifikationen für Auszubildende und Berufstätige in der Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Pflege. Unter www.hfh-fernstudium.de gibt es alle weiteren Informationen zur Neuausrichtung des Studiengangs, der in einer dualen Variante und berufsbegleitend angeboten wird. Studienstart ist der 1. Januar 2019.

In der dualen Variante richtet sich der Studiengang an Auszubildende der Therapieberufe Logopädie, Physio- und Ergotherapie sowie an Auszubildende in Pflegeberufen. Er ist zunächst ausbildungsbegleitend und anschließend berufsbegleitend organisiert. Innerhalb der achtsemestrigen Studienzeit werden den Studierenden professionelles Grundlagenwissen sowie methodisch-wissenschaftliche Kompetenzen vermittelt. Studien- und Ausbildungsinhalte sind aufeinander abgestimmt und gehen Hand in Hand. Die Hochschule kooperiert mit über 180 Schulen aus dem Gesundheitswesen. Das bundesweite Netzwerk ermöglicht ein wohnortnahes Fernstudium, das sich optimal mit der Ausbildung kombinieren lässt.

Auch in der berufsbegleitenden Variante behandeln die Studierenden wissenschaftlich-methodische Inhalte. In den berufsspezifischen und berufsübergreifenden Modulen werden Kompetenzen vermittelt, die im späteren Berufsalltag eine effektive und patientenorientierte Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen ermöglichen sollen. Die Regelstudienzeit beträgt in der Studienvariante für Berufserfahrene sechs Semester. Er schließt - ebenso wie die duale Variante - mit dem Bachelor of Science ab.

djd - Pressetreff