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Brustkrebs-Patientinnen: Schlafstörungen durch Akupunktur verringert

Akupunktur entlang der Meridiane an Handgelenk und Fuß verbessern den Schlaf von Brustkrebspatientinnen in den Wechseljahren


Gezielte Akupunktur kann bei Frauen mit Brustkrebs postmenopausale Symptome wie Hitzewallungen und Schlafstörungen signifikant mindern. Das sind Ergebnisse einer aktuellen dänischen Studie, auf die die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e. V. (DÄGfA) hinweist.

Bekannt ist, dass Brustkrebs-Patientinnen häufiger unter klimakterischen Beschwerden leiden als gesunde Frauen gleichen Alters. In einer randomisierten doppelblinden Studie haben dänische Forscher nun den Effekt der Akupunktur auf Hitzewallungen und eine gestörte Nachtruhe bei Frauen untersucht, die wegen eines Mammakarzinoms behandelt wurden und klimakterische Beschwerden hatten, wie das Online-Magazine thebreastonline.com berichtet. Für die Studie wurden den Probandinnen Nadeln entlang der Meridiane an Handgelenk und Fuß gesetzt.

Sechs Monate bis fünf Jahre nach ihrer Operation erhielten insgesamt 31 Patientinnen eine Akupunktur, 29 eine Scheinakupunktur, während 34 Frauen der zweiten Kontrollgruppe unbehandelt blieben. Die Akupunktur und die Scheinbehandlung erfolgten einmal pro Woche für jeweils 15 bis 20 Minuten über einen Zeitraum von fünf Wochen. Mehr als die Hälfte der Frauen erhielten gleichzeitig eine unterstützende Antihormontherapie.

Die Probandinnen waren im Durchschnitt 61 Jahre alt. Die Akupunkturnadeln wurden entlang der Meridiane an Handgelenk und Fuß gesetzt. Bereits nach der zweiten Sitzung ließ sich eine signifikante Wirkung der Akupunktur erkennen. Bei 52 Prozent der Frauen der Akupunkturgruppe hatten sich die Hitzewallungen gebessert sowie bei 24 Prozent in der Gruppe der Schein-Akupunktierten. Dieser Effekt hielt bei diesen Frauen für mindestens zwölf Wochen an.

Der mittlere VAS-Score sank von 6,9 vor der Akupunktur auf 5,8 drei Tage nach der zweiten Akupunktur und lag zwölf Wochen nach der letzten Sitzung bei 5,0.

Bei den Scheinakupunktierten zeigte sich ein Trend, aber kein statistisch signifikanter Effekt im Vergleich zur Kontrollgruppe (AS-Score-Werte auf der Visual Analog Skala, VAS: 7,4/7,0/6,5). In der nicht behandelten Kontrollgruppe lag der VAS-Score bei 6,7/6,5/ 6,7.

Auch der gestörte Nachtschlaf wurde durch Akupunktur gegenüber Scheinakupunktur und Kontrollgruppe messbar verbessert. Von 22 Frauen mit Schlafstörungen klagten drei Tage nach der dritten Akupunkturbehandlung nur noch zwölf über unruhige Nächte. Auch dieser Effekt blieb bei allen Frauen bis auf eine  mindestens noch zwölf Wochen nach der letzten Nadelung erhalten.