Die (un)perfekten Eltern

Mama und Papa sind gestresst, ihre Kinder sind aber trotzdem zufrieden

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Das Elternsein ist nicht immer leicht. Zwar sehen es die meisten Mamas und Papas als sehr erfüllend an, ihre Kinder aufwachsen zu sehen und ihnen dabei zu helfen, das Leben zu meistern. Doch haben sie heutzutage oft viele verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu erfüllen. Eltern wollen für ihre Kinder da sein, müssen aber gleichzeitig auch in einem Beruf Geld verdienen. Nicht zuletzt auch aufgrund der aktuell heiß diskutierten hohen Kosten für Miete und Lebensunterhalt können es sich viele Erziehungsberechtigte gar nicht leisten, sich über mehrere Jahre eine berufliche Auszeit zugunsten der Kinder zu nehmen. Die Lösung besteht oft darin, die Kleinen möglichst früh fremdbetreuen zu lassen, damit beide Eltern zur Arbeit gehen können. Und das hat seinen Preis: Laut einer Umfrage im Auftrag der Marke kinder haben 48 % aller befragten Eltern in Deutschland Schuldgefühle und Sorgen, dass sie nicht genug Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen. Im Rahmen der Studie „kinder Barometer“ wurden im Jahr 2018 insgesamt 500 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und 15 Jahren sowie deren Eltern befragt. 45 % der Erwachsenen befürchten der Befragung zufolge, dass sie für ihr Kind nicht genug verfügbar sind.

Trotz Schuldgefühl: Eltern schneiden bei Umfrage gut ab


Das Streben, gute Eltern und gute Geldverdiener gleichzeitig zu sein, führt also zu Schuldgefühlen und Druck. Dieser wird weiter bestärkt durch das Gefühl, dass das Leben zu schnell vergeht. 67 % der Befragten geben an, dass sie nie Zeit finden, alles zu machen, was sie möchten; ebenso viele hätten lieber mehr Zeit als Geld. Ein weiterer Teil der Umfrage gibt allerdings Entwarnung und hält positive Nachrichten für die Eltern bereit: 90 % aller befragten Kinder gaben an, glücklich zu sein. 95 % bestätigten sogar eine gute Beziehung zu ihren Eltern.

djd