Engpass in den Adern

Arteriosklerose entsteht meist unbemerkt, die Folgen sind aber umso dramatischer

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Fünf bis sechs Liter Blut zirkulieren im Körper eines Erwachsenen. Diese werden täglich etwa 2.000-mal durch den Körper gepumpt, um alle Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Damit das klappt, braucht das Blut vor allem eins: freie Bahn. Denn wenn Gefäße verengt oder sogar verschlossen sind, kommt es schnell zu einer gefährlichen Unterversorgung der betroffenen Region - im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das macht die Arteriosklerose, bei der sich Ablagerungen aus Fett und Kalk in den Gefäßwänden bilden und dem Blut den Platz zum Fließen wegnehmen, so gefährlich.

Bei Anzeichen schnell zum Arzt


Arteriosklerose verläuft oft über Jahre unbemerkt. Wenn sich erste Anzeichen wie Schwindel, kribbelnde Finger und Zehen, kalte Hände und Füße, Brustenge, Potenzprobleme, Herzrhythmusstörungen oder schmerzende Beine beim Gehen („Schaufensterkrankheit“) zeigen, ist sie oft schon weit fortgeschritten. Dann sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Besser ist es, frühzeitig vorzubeugen. „Schon mit wenigen Verhaltensänderungen lassen sich im Gefäßschutz große Erfolge erzielen“, weiß der Bochumer Internist und Kardiologe Dr. med. Hans-Joachim Christofor. „Allein die Bekämpfung von Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung sowie des Nikotinkonsums hält ein ungeahntes Mehr an Lebenszeit und -qualität für uns bereit und fast zwei Drittel aller Herzinfarkte ließen sich so vermeiden.“

Risikofaktoren für Arteriosklerose

Wie Arteriosklerose oder „Arterienverkalkung“ genau entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt aber bekannte Risikofaktoren, die bei der Krankheitsentwicklung eine Rolle spielen. Die wichtigsten sind Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes („Zuckerkrankheit“) und zu hohe Blutfettwerte, vor allem betreffend das LDL-Cholesterin. Männer haben generell ein höheres Arteriosklerose-Risiko als Frauen und sind auch im Schnitt zehn Jahre früher betroffen. Auch die Vererbung spielt eine Rolle. Um der Gefäßverengung vorzubeugen, hilft eine gesunde Lebensweise und die konsequente Behandlung von Grunderkrankungen wie Bluthochdruck.

(djd) Quiris Healthcare, Gütersloh

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