Jeder Vierte ernährt sich im Winter ungesünder als im Sommer

Wenn es im Winter kalt, nass und ungemütlich ist, machen wir es uns drinnen gern gemütlich. Dazu gehört, sich kulinarisch zu verwöhnen. Fast jeder Vierte schätzt seine Ernährung im Winter ungesünder ein als im Sommer, darunter mehr Frauen als Männer (26 zu 21 %). Das ergab eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse unter 1.004 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren.

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Aufschlussreich ist ein Blick auf den Winter-Speisezettel der Befragten: Demnach genießt jeder Zweite mehr deftige Gerichte. 27 Prozent greifen in der kalten Jahreszeit häufiger zu Sattmachern wie Kartoffeln, Brot und Nudeln. Und auch der Appetit auf Schokolade, Kekse und andere Süßwaren steigt bei gut einem Drittel merklich an. Zwar trinkt mehr als jeder Zweite (59 %) öfter Tee in der kalten Jahreszeit, doch nimmt jeder Dritte wegen des geringeren Durstgefühls weniger Flüssigkeit zu sich als im Sommer. Auch wenn manche winterliche Essgewohnheit der Seele gut tut: „Die Ernährung sollte auch im Winter ausgewogen und nährstoffreich sein, um gesund durch die nass-kalten Monate zu kommen“, sagt Claus Czerwinka vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Mühlhausen. Nachfolgend vier wichtige Ernährungs-Bausteine, damit das gelingt:


• Nahrungsmittel zu sich nehmen, die von innen wärmen. Dazu zählen scharfes Gemüse wie Zwiebeln und Knoblauch und Gewürze wie Pfeffer, Chili, Kardamom oder auch Ingwer - gut geeignete Zutaten für Gemüsesuppen und Eintöpfe.
• Reichlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in Form von Obst und Gemüse aufnehmen, denn sie stärken das Immunsystem, gelten als krebshemmend und machen fit. Ideal sind jahreszeitlich typische Sorten wie Äpfel, Birnen und Nüsse, Kohl, Lauch, Schwarzwurzeln und Steckrüben, Chicorée, Feldsalat, Kresse sowie auch selbstgezogene Kräuter.
• Ein gutes Mittel gegen den Winterblues sind Omega-3-Fettsäuren. Sie sind reichlich in hochwertigen Fetten wie Raps- und Leinsamenöl und Nüssen enthalten, ferner in fettreichen Fischen wie Makrele, Hering und Lachs. Omega-3-Fettsäuren wirken nicht nur gegen ein Stimmungstief, sondern auch entzündungshemmend und fördern unsere geistigen Fähigkeiten.
• Auch bei Kälte ausreichend trinken, täglich mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee. Denn meist verbirgt sich hinter dem Wunsch, etwas zu essen, Durst. Ein Glas Tee mit Vanille kann die Lust auf Süßes vertreiben. Übrigens können Sie an kalten Tagen den Wasserverlust beim Ausatmen an der Atemluft besonders deutlich erkennen.


(idw) KKH