Den Chancen der Feldenkrais-Methodik für ältere Menschen widmet die Sozialwissenschaftlerin, Ph ...">

Mit Feldenkrais-Methodik ältere Menschen fördern und kräftigen

Mit der Feldenkrais-Methodik lassen sich auch Senioren bei Bedarf fördern


Den Chancen der Feldenkrais-Methodik für ältere Menschen widmet die Sozialwissenschaftlerin, Physiotherapeutin, Psychomotorikerin und Yogalehrerin (i. A.)  Sabine Stieglitz ihren Beitrag „Die Feldenkrais-Methode: Bewegungspotenziale erschließen“ in der gerade erschienenen November-Ausgabe von CO.MED, des Fachmagazins für Complementär-Medizin.

Feldenkrais hält die wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin im Fachbereich Gesundheit an der Hochschule Fresenius (Idstein) auch für Senioren mit bestimmten Beschwerden oder Einschränkungen für gut geeignet. Die Lektionen sind sicher und leicht auszuführen und günstig für Menschen, die sich ihrer Leistungsfähigkeit und Kraft unsicher sind.

Die gewonnene Kompetenz und die Stärkung des Selbstvertrauens führen auch bei Älteren zu einem positiveren Blick auf das eigene Leben und das Selbstbild. Unter anderem durch Bewegungsveränderungen, Variationen des Kraftaufwandes bei alltäglichen Tätigkeiten, Beweglichkeitsförderung durch variierte Positionierung und ihrem Alter angemessenes Ausdauertraining erhalten Senioren durch Feldenkrais Impulse, ihre Fähigkeiten besser wahrnehmen und einsetzen zu können.

Lehrende der Methodik nach Moshé Feldenkrais (1904 bis 1984) „verordnen“ ihren Klienten nicht von außen eine Lösung, sondern versuchen die Eigenlogik des Systems ihrer Klienten zu verstehen und hilfreiche, systemische Lösungen in Gang zu setzen. Das bedeutet in erster Linie, die Zahl der Bewegungs-, Denk-, Fühl- und Verhaltensmöglichkeiten zu vergrößern, anstatt in Kategorien von „Richtig“ oder „Falsch“ zu denken.

Feldenkrais-Methoden können im klinischen Bereich (Multiple Sklerose, Beschwerde des Bewegungsapparates, psychosomatische Störungen), in der Prävention und Erwachsenenbildung, in der Geriatrie, bei der Ausbildung von Musikern und Tänzern, in der Pädagogik und Psychotherapie sowie in der ambulanten Alten- und Krankenpflege für Patienten u n d Pflegende angewandt werden.

Näheres dazu in der aktuellen Ausgabe von CO.MED: http://www.comed-online.de/index.php?id=395