Ran an den Bauch, Männer

Wie ein gesunder Lebensstil auch den Hormonhaushalt und Stoffwechsel reguliert

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Irgendwann kommt er - anfangs als kleine Wölbung, dann als typische Kugel. Fast alle Männer entwickeln mit zunehmendem Alter einen Bauch. So liegt bei etwa zwei Dritteln der deutschen Männer der Body-Mass-Index (BMI) über dem Grenzwert von 25 Punkten. Problematisch ist dabei vor allem das besagte Bauchfett. Dies behindert nicht nur die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron. Es ist auch ein Risikofaktor für das metabolische Syndrom, eine risikoreiche Kombination von Stoffwechselstörungen, die die Gefahr für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall akut erhöht.

Ausgewogen essen, moderat bewegen

Ein gesunder Lebensstil ist dann die dringend notwendige Gegenmaßnahme - das heißt in erster Linie: Abbau von Übergewicht durch ausgewogene Ernährung und Bewegung. Auf dem Speiseplan sollten viel frisches Gemüse und Obst, mageres Fleisch und Fisch, Vollkornerzeugnisse und nur wenig Zucker stehen. Der zweite wichtige Faktor ist moderater Sport - am besten eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Beides zusammen ist optimal für die Fettverbrennung, stärkt zudem das Herz-Kreislauf-System, senkt den Blutdruck sowie den Insulinspiegel und wirkt damit dem metabolischen Syndrom entgegen. Was viele nicht wissen: Regelmäßige Bewegung beeinflusst den Testosteronspiegel ebenfalls positiv. Stellen Männer bei sich Veränderungen wie Antriebslosigkeit, körperliche Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, fehlende Libido und Erektionsprobleme fest, sollten sie nicht zögern und einen Urologen oder Andrologen aufsuchen. Er kann mit einem Bluttest den Hormonspiegel bestimmen und gegebenenfalls einen Testosteronmangel ausgleichen.

Dass ein Mangel nicht selten ist, hat eine bundesweite Querschnittstudie der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. (DGMG) ergeben. Hierfür ließen mehr als 20.000 Männer im Alter zwischen 18 und 100 Jahren ihren Testosteronwert bestimmen. Im Ergebnis litt fast jeder zwölfte Mann unter einem erheblichen Mangel. Das hatte auch Folgen für die Figur, nämlich einen deutlich höheren BMI und einen größeren Bauchumfang.

(djd)