Händehygiene im Universitätsklinikum Regensburg erlangt Goldstatus

Damit gehört das UKR in Sachen Händehygiene nachgewiesenermaßen zu den besten Klinika in Deutschland

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Eine gute Händehygiene ist im Krankenhaus die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Infektionen und zur Verbreitung von multiresistenten Keimen. Im Universitätsklinikum Regensburg hat die Händehygiene nun Goldstatus erreicht: Die „Aktion Saubere Hände“, eine nationale Kampagne zur Verbesserung des Händedesinfektionsverhaltens in deutschen Gesundheitseinrichtungen, hat dem UKR das Gold-Zertifikat verliehen.

Die „Aktion Saubere Hände“ vergibt seit 2011 für die Händehygiene in Gesundheitseinrichtungen Zertifikate in Gold, Silber und Bronze. Die Anforderungen an das Gold-Zertifikat sind besonders hoch: So muss ein Krankenhaus unter anderem angeben, in welchem Umfang sich Ärzte und Pflegekräfte die Hände desinfizieren. Aus diesem Grund haben die Mitarbeiter der Krankenhaushygiene des UKR zwei Jahre lang auf allen sechs Intensivstationen und auf sechs Allgemeinstationen die Händehygiene bei rund 3.000 Patientenkontakten dokumentiert. Auch die Etablierung einer Lenkungsgruppe, die Einbeziehung des Klinikumsvorstands, regelmäßige Fortbildungen der Mitarbeiter zur Händedesinfektion und die Information von Patienten über die Bedeutung der Händehygiene für die Vermeidung von Infektionen gehören zu den nachzuweisenden Maßnahmen. Eines der wichtigsten Kriterien für die Vergabe des Zertifikats ist außerdem der durchschnittliche Händedesinfektionsmittelverbrauch auf den Stationen pro Patient, der über einem bestimmten Referenzwert liegen muss.

In Deutschland werden aktuell etwa 18 Millionen Menschen pro Jahr vollstationär behandelt. Je nach Art und Umfang sind medizinische Eingriffe mit einem spezifischen Infektionsrisiko verbunden. Im Jahr 2016 wurden rund 1.600 nosokomiale Ausbrüche, also gehäuft auftretende Krankenhausinfektionen, an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Den zunehmenden Problemen durch nosokomiale Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien steht bundesweit ein erheblicher Mangel an Ärzten mit krankenhaushygienischer und infektiologischer Expertise gegenüber.

Universitätsklinikum Regensburg