Hitze, Insekten, Sonne – diese Heilpflanzen helfen

Für viele Menschen ist der Sommer die schönste Zeit des Jahres. Die warmen Temperaturen können andererseits aber auch eine Reihe von Beschwerden auslösen oder verstärken

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Im Sommer leiden viele Menschen an wärmebedingten Herz- und Kreislaufproblemen in Verbindung mit Schwindel, da sich die Blutgefäße bei Wärme erweitern und sich der Blutfluss dadurch verlangsamen kann. Neben körperlicher Bewegung wie regelmäßiges Spazierengehen und einer pflanzenbetonten Ernährungsweise, können die Extrakte aus den Blättern und Früchten des Weißdorns sowohl vorbeugend als auch zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden.

Walnussblätter in Form von Tee oder Umschlägen, helfen bei einer anderen typischen sommerlichen Beschwerde: übermäßigem Schwitzen. Generell ist die Schweißbildung eine wichtige Funktion des menschlichen Körpers, um die Körperkerntemperatur stabil zu halten und nicht zu überhitzen. Wenn dem Schwitzen jedoch kaum noch Einhalt geboten wird, kann dies für Betroffene zu einer echten Tortur werden.

Stärker verbreitet als in den übrigen Jahreszeiten sind zudem Wassereinlagerungen und Schwellungen an Beinen, Füßen, aber auch an den Armen und Händen. Diese Schwellungen können unter anderem eine Folge des starken Schwitzens sein, da sich durch den Flüssigkeitsverlust der Blut- und Lymphstrom verlangsamt. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, während des Sommers viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, zum Beispiel in Form von Mineralwasser oder ungesüßten Tees. Besonders häufig von Schwellungen und Wassereinlagerungen betroffen sind Personen, deren Venenfunktion beeinträchtigt ist und die an Krampfadern leiden. Hier helfen Heilpflanzen wie die Zaubernuss, Rosskastanie und Walnuss in Form von Tee, als Umschlag, Waschung oder in Salbenform.

Die ätherischen Öle der Pfefferminze helfen nachweislich bei Spannungskopfschmerzen. Diese Kopfschmerzen entstehen unter anderem durch Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich. Unter bestimmten Konstellationen können sich diese Beschwerden verstärken, etwa bei sehr heißen Temperaturen oder schlechtem Schlaf.

Ebenfalls lästig sind im Sommer kleine Plagegeister wie Mücken oder vielmehr deren Stiche und Bisse. Sie sind nicht nur schmerzhaft, sondern können auch einen quälenden Juckreiz verursachen. Gegen die Symptome der Insektenstiche helfen beispielsweise Extrakte aus Kamillenblüten, dem ätherischen Öl der Pfefferminze oder der Eiche. Aber auch bei einem leichten Sonnenbrand können die Extrakte aus der Kamille und Eiche Linderung verschaffen.

Gleichzeitig können Zubereitungen aus Eichenrinde, Hamamelis, Kamillenblüten und Walnussblättern die Wundheilung fördern, etwa wenn ein Mückenstich aufgekratzt wurde. Ihre Extrakte helfen in Form von Umschlägen, Kompressen oder als Badezusatz. Die Pflanzenextrakte fördern die Wundheilung, wie etwa bei einer Schramme oder einer leichten Schnittverletzung. Ein Umschlag mit Rosskastaniensamen unterstützt ebenfalls die Wundheilung, vor allem bei Prellungen, Quetschungen – auch bei einem Bluterguss.

Dr. Nadine Berling-Aumann, Carstens-Stiftung