In Deutschland gehen jeden Tag 128.000 Patienten zum Heilpraktiker

Eine repräsentative Umfrage des Bund Deutscher Heilpraktiker e.V. (BDH) zeigt die hohe Bedeutung des Heilpraktikerberufs in Deutschland

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47.000 Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker praktizieren in Deutschland. Aus der Umfrage des BDH ergibt sich, dass diese hochgerechnet jährlich rund 46 Millionen Patientenkontakte haben. Das bedeutet: Jeden Tag gehen deutschlandweit mehr als 128.000 Personen zum Heilpraktiker. Wenn man diese große Anzahl der Patientenkontakte ins Verhältnis setzt zu der sehr geringen Zahl bekannt gewordener Probleme oder gar Behandlungsfehler, kann man nur zu einem Ergebnis kommen: Die deutschen Heilpraktiker arbeiten extrem sicher. „Der zuhörende, dem Patienten zugewandte Behandlungsansatz und die eingesetzten Behandlungsmethoden minimieren das Risiko folgenschwerer Behandlungsfehler. Gleichzeitig lehnen wir die Behandlung schwerer Erkrankungen wie beispielsweise Krebs alleine durch Heilpraktiker ab. Die Gesundheit und die Sicherheit des Patienten stehen für uns an erster Stelle“, sagt Ulrich Sümper, Präsident des BDH.

In der Umfrage geben zwei von drei Heilpraktikern an, auch sogenannte invasive Verfahren durchzuführen, wie etwa Infusionen legen, Spritzen geben oder Akupunktur und Eigenbluttherapie. BDH-Präsident Sümper: „Mögliche Kritik an den invasiven Verfahren ist abwegig. Die Kolleginnen und Kollegen praktizieren diese Verfahren professionell und tausendfach jeden Tag. Wir stehen für klare Rahmenbedingungen und Qualität. Der Beruf des Heilpraktikers beruht auf der umfassenden Kenntnis der Methoden der Komplementärmedizin als auch umfangreicher schulmedizinischer Kenntnisse.“

Die große Bedeutung von Heilpraktikern für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen in Deutschland zeigt sich auch ökonomisch: Heilpraktiker entlasten das Gesundheitssystem, da Patienten die Kosten überwiegend selbst bezahlen. Zum Gesamtumsatz von rund einer Milliarde Euro, die die Heilpraktiker in Deutschland jährlich umsetzen, tragen die Selbstzahler laut Umfrage hochgerechnet 531,51 Millionen Euro bei (53,2 %). Insbesondere bei der stark ansteigenden Anzahl von Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen, die durch komplementärmedizinische Therapien gut behandelbar sind, kann das Gesundheitssystem durch die Arbeit der Heilpraktiker entlastet werden.

Bund Deutscher Heilpraktiker e.V. (BDH)

Weitere Informationen unter www.bdh-online.de