Psychotherapeutische Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche

Am Institut für Psychologie der Universität Leipzig gibt es nun neben der psychotherapeutischen Hochschulambulanz für Erwachsene auch eine spezielle Ambulanz für Kinder und Jugendliche

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Sowohl Einzelsitzungen mit dem Kind, als auch gemeinsame Gespräche mit Eltern oder weiteren Bezugspersonen werden je nach Bedarf und Zielsetzung angeboten. "Die Therapien sind kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtet, wobei aber auch Elemente anderer Therapieformen in den Behandlungsplan aufgenommen werden. Durch die enge Verknüpfung von Diagnostik und Therapie mit Forschungsarbeiten zur Entstehung, Verlauf und Behandlung psychischer Störungen wird sichergestellt, dass die diagnostischen Methoden und Behandlungsangebote immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sind", sagt der Leiter der Ambulanz, Prof. Dr. Julian Schmitz von der Arbeitsgruppe Klinische Kinder- und Jugendpsychologie. Der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt auf Entstehungs- und Aufrechterhaltungsfaktoren von Angststörungen bei Kindern.

Die Ambulanz ist Teil des interdisziplinären Leipziger Forschungszentrums für frühkindliche Entwicklung (LFE). Neben Schmitz werden Julia Ebhardt, Johanna Posth und Mareen Kirchgeorg die Diagnostik und Behandlungen von Kindern ab dem Kleinkindalter und Jugendlichen bis 21 Jahre durchführen. Die Therapie ist ab einem Alter von 15 Jahren auch ohne das Einverständnis der Eltern möglich. Der Bereich der Klinischen Kinder- und Jugendpsychologie ist ein stark wachsendes Feld, in dem die meisten neugeschaffenen Professuren in der Psychologie entstehen. "Der Bedarf ist sehr groß, wir werden jetzt schon sehr intensiv nachgefragt", erklärt Schmitz. "Eltern und ihre Kinder können sich mit ganz verschiedenen Schwierigkeiten an uns wenden. Wir behandeln ein breites Spektrum von psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsstörungen und hyperaktives Verhalten, Depression, schulische Probleme, Essstörungen oder Ausscheidungsstörungen", sagt er. Die Kosten der Behandlungen werden in der Regel von Kostenträgern der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung übernommen. Alle Mitarbeiter der Ambulanz unterliegen der Schweigepflicht.

(idw) Katrin Henneberg Stabsstelle Universitätskommunikation/Medienredaktion
Universität Leipzig

Weitere Informationen unter www.lfe.uni-leipzig.de