Warum ein Schultag mit Orangensaft starten sollte

Zum Schulstart: Ausgewogenes Frühstück für Schulkinder

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Das Frühstück soll Energie und wichtige Nährstoffe liefern, um nicht nur gestärkt zu sein, sondern auch konzentriert dem Unterricht folgen zu können. Unter anderem kann dabei das traditionelle Glas Orangensaft mit seiner hohen Nährstoffdichte ein wertvoller Baustein für die erste Mahlzeit des Tages sein.

Dass Konzentrations- und Leistungsfähigkeit in der Schule eng mit dem Ernährungsverhalten der Kinder zusammenhängen, ist längst kein Geheimnis mehr. Vor allem die Kohlenhydratreserven, die das Gehirn mit Energie versorgen, sind über Nacht verbraucht. Daher ist es wichtig, diese morgens wieder aufzufüllen.

Manche Kinder möchten am frühen Morgen noch keine komplette Mahlzeit essen. Ein Glas Orangensaft kann hier schnelle Energie aus natürlichem Fruchtzucker liefern. Auch bei Kindern, die morgens gerne frühstücken, kann Orangensaft einen guten Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten. So verbessert das in Orangensaft enthaltene Vitamin C die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Haferflocken in Müsli oder Vollkornbrot. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Zufuhr von 30mg Vitamin C pro Tag für Schulstarter bis unter 7 Jahren wird bereits mit etwa 80 ml Orangensaft erreicht.

Außerdem finden sich in Orangensaft sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Carotinoide. Studien haben ergeben, dass diese Inhaltsstoffe in gut verfügbarer Form vorliegen. Die in Orangensaft enthaltenen Carotinoide haben sogar eine höhere Bioverfügbarkeit als in der ganzen Frucht. Mit diesem Profil kann ein Glas Orangensaft gelegentlich eine Portion Obst ersetzen. Das sieht auch die DGE so: „Um die Empfehlung, täglich 5 Portionen Obst und Gemüse zu essen, leichter umsetzen zu können, kann 1 Portion Obst durch 200 ml Fruchtsaft ersetzt werden.“

Im Zuge der zunehmend kritischen Betrachtung eines zu hohen Zuckerkonsums gerieten auch Fruchtsäfte, die von Natur aus Zucker enthalten, in den Verdacht, nicht mehr uneingeschränkt gesund zu sein. Vor allem wurde vermutet, dass sie aufgrund ihrer Wirkung auf den Blutzuckerspiegel für die Entstehung von Übergewicht und Diabetes verantwortlich sein könnten. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass der Glykämische Index (GI) von Orangensaft mit 50 relativ niedrig ist. Betrachtet man die Glykämische Last (GL) eines kleinen Glases Orangensaft von 150 ml, zeigt sich ebenfalls ein niedriger Wert von 7, genau wie bei einer Scheibe Vollkornbrot (30 g). Wegen der niedrigen glykämischen Wirkung steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Trinken eines kleinen Glases Orangensaft also nicht so stark an, dass er eine schnelle Insulinausschüttung mit starker Absenkung des Blutzuckerspiegels nach sich zieht. Trotzdem sollten Kinder, die morgens zu Hause mit einem Glas Orangensaft in den Tag starten, ein vollwertiges Frühstück in der Pausenbox haben, um spätere Leistungstiefs und Heißhungerattacken in der Schule zu vermeiden.

Zusammen mit Ballaststoffen aus Vollkorngetreide, Eiweiß und gesunden Fetten trägt Orangensaft dazu bei, dass das Frühstück lange satt macht und bis zum Mittagessen alle notwendigen Nährstoffe liefert.

Fruit Juice Matters

Weitere Informationen unter www.fruitjuicematters.de

Quelle: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Europäischen Union vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern

Pereira-Caro G et al. Orange juice (poly)phenols are highly bioavailable in humans, in: American Journal of Clinical Nutrition (2014); 100: 1378-1384

Aschoff, J.K. et al. Urinary excretion of Citrus flavanones and their major catabolites after consumption of fresh oranges and pasteurized orange juice: A randomized cross-over study. Molecular Nutrition & Food Research (2016); 60: 2602-2610

Atkinson, F.S, Foster-Powell, K., Brand-Miller, J. International Tables of Glycemic Index and Glycemic Load Values: 2008, in: Diabetes Care (2008); 31(12): 2281